Neuer Chefdirigent ab 1. September 2019

 

12.02.2019

Das Geheimnis ist gelüftet. Am 6. Februar 2019 wurde der designierte Chefdirigent und künstlerische Leiter der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck offiziell in Bernburg vorgestellt. Jan Michael Horstmann (Foto: Volksstimme/Emily Engels), kein Unbekannter in der Kultur-Region, tritt am 1. September dieses Jahres die Nachfolge von Gerard Oskamp an.

In der Funktion als Chefdirigent wird der 50-Jährige die Konzerte der Großen Reihe „Festliche Cammer-philharmonische Concerte“, der Kleinen Reihe „Große Unterhaltungs-Concerte” sowie zahlreiche Sonderkonzerte im Salzlandkreis sowie in Sachen-Anhalt leiten. Horstmann, der von 2004 bis 2013 Generalmusikdirektor am Mittelsächsischen Theater und von 2012 bis 2017 Operndirektor und Chefdirigent an den Landesbühnen Sachsen war, ist zudem seit 1996 ständiger Dirigent des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und wird in diesem Rahmen im März 2020 in Paris mit dem Ensemble Intercontemporain debütieren.

Für Horstmann ist das Engagement in der Elbestadt „ein bisschen wie nach Hause kommen.“ Denn bereits von 1996 bis 2004 war er am Theater Magdeburg 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor. Auch das traditionsreiche Schönebecker Orchester ist ihm aus Gastdirigaten in sehr guter Erinnerung geblieben. Zwei wichtige und grundlegende Aspekte rückt der derzeitig noch freiberufliche Dirigent in den Vordergrund seiner zukünftigen Tätigkeit in Schönebeck. Als erstes den Dialog mit dem Publikum und zweitens das Repertoire der kammerorchestralen Konzerte. „Hier gibt es eine Vielzahl von fantastischer Literatur.“

Und die Konzertbesucher der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck können sich mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 auf einige Neuheiten freuen. Angefangen mit persönlichen Konzerteinführungen sowie der Konzert-Moderation durch den zukünftigen Maestro. Zudem setzt Horstmann bei der Auswahl der Solisten auf tolle Musikerinnen und Musiker, die einen Bezug zur Region haben. Zu nennen sind da die Pianistin Sofja Gülbadamova, die Solo-Flötistin Jelka Weber (Mitglied der Berliner Philharmoniker) oder den Landesmusikpreisträger des Jahres 2018, den Ausnahmegeiger Zsolt-Tihamér Visontay.