Kurzinterview mit Sabrina-Vivian Höpcker

 

12.03.2019

Am kommenden Freitag, 15. März, steht die gebürtige Hamburgerin Sabrina-Vivian Höpcker wieder als Solistin mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck auf der Bühne des Dr.-Tolberg-Saals. Sie wird bei dem Konzert „Der unbekannte Schumann“ das weniger bekannte Violinkonzert d-Moll des in Zwickau geborenen Komponisten Robert Schumann interpretieren. Wir haben einmal bei der sympathischen Violinistin nachgefragt ...

 

Frau Höpcker, Sie gastierten bereits im November 2016 als Solistin in Schönebeck und waren auch beim „Philharmonischen Phrühstück“. Welche Erinnerungen haben Sie?

Höpcker: Nur sehr gute. Und natürlich freue ich mich sehr auf das Wiedersehen mit dem wunderbaren Orchester und auch ganz besonders auf Gerard Oskamp (Anm., 26. März in Stendal), der ein fantastischer Dirigent ist.

 

Damals haben Sie das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms gespielt. Dieses Mal steht das Violinkonzert d-Moll von Robert Schumann auf dem Programm. Ist das für Sie etwas besonderes?

Höpcker: Das Violinkonzert von Schumann ist in einem Wort „hochromantisch“, besonders der erste und zweite Satz. Der dritte Satz ist sehr persönlich. Für mich ist es schon etwas ganz Besonderes, dieses sehr persönliche Werk zu spielen. Auch jetzt, gerade in Zusammenhang mit meiner neuen CD, mit den Ungarischen Tänzen (1 – 21) von Johannes Brahms in der Fassung von Joseph Joachim. Das Violinkonzert von Schumann hat insofern viel mit den beiden zu tun, als das Joseph Joachim Schumann mit folgenden Worten bat, ein Violinkonzert zu komponieren: „Möchte doch Beethoven’s Beispiel Sie anregen, den armen Violinspielern, denen es, außer der Kammermusik, so sehr an Erhebendem für ihr Instrument fehlt, aus Ihrem tiefen Schacht ein Werk ans Licht zu ziehen, wunderbarer Hüter reichster Schätze!“

 

Sie sprechen Ihre neue Compact Disc „Brahms – Ungarische Tänze“ mit dem Pianisten Fabio Bidini an, die im November 2018 erschienen ist. Dieser Tonträger wurde Anfang Januar auch gleich bei der KUSC Radio Station für Los Angeles und Südkalifornien als „CD der Woche“ vorgestellt.

Höpcker: Ja, das ist richtig. Die CD hat von Anfang an aus aller Welt fantastische Kritiken bekommen und ist bisher ein riesengroßer Erfolg. Auf jeden Fall werde ich die CD mit den Ungarischen Tänzen auch nach Schönebeck mitbringen; dazu auch meine vorherigen drei CDs. Diese werde ich dann natürlich auch gerne in der Konzertpause signieren.

Das Konzert am Freitag in Schönebeck wird übrigens von dem türkischen Dirigenten Ender Sakpinar geleitet.