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"Krieg und Frieden – musikalische Scharmützel aus vier Jahrhunderten", so hat der Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, Jan Michael Horstmann, ein Konzertprogramm überschrieben, mit dem der Klangkörper am Sonnabend, 17. Oktober 2020, in der Elbestadt gastieren wird. Beginn ist um 19:00 Uhr. Traditionell finden die Konzerte des beliebten Orchesters in Barby eigentlich im Festsaal der Elbe-Saale-Klinik statt. Auf Grund der Corona-Pandemie gelten in der Rehaklinik als besonders sensibler Bereich derzeit verschärfte Hygiene-Bestimmungen, die ein öffentliches Konzert nahezu unmöglich machen. „Um so mehr freuen wir uns, dass Gastwirt Frank Bläsing kurzfristig in die Bresche gesprungen ist und uns den Saal vom ,Rautenkranz‘ zu Verfügung stellt“, erklärt die Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, Anita Bader. 

Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Die Tickets gibt es in Barby direkt im „Rautenkranz“ (Schloßstraße 29) und im Lotto-Geschäft von Ute Krabbes (Magdeburger Straße 19) sowie im Orchesterbüro der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie (Tischlerstraße 13a, Schönebeck / Telefon: 03928/400429).

Sei es in Opern, auf dem Konzertpodium, in der Widmung eines Werkes, sei es im Siegestaumel nach gewonnener Schlacht: zu allen Zeiten wurden die Schrecken des Krieges auch musikalisch verarbeitet, in strahlenden Jubel-Ouvertüren oder wilden Schlachtmusiken. Aber auch Werke, die die Sinnlosigkeit der geschlagenen Scharmützel hervorheben, zeigten vom Barock bis in die Gegenwart hinein die pazifistische Einstellung einiger Komponisten.

Zunächst erklingen Werke, die den Krieg, seine „Helden“ und seine Feinde thematisieren, während mit Bibers grotesk-komischer „Battalia“ und mit Offenbachs Parodie des trojanischen Krieges im zweiten Teil die Sehnsucht nach immerwährendem Frieden klangliche Umsetzung findet. Ferner darf sich das Publikum u.a. auf Johann Strauß‘ (Sohn) Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ und Georg Friedrich Händels „La paix – la réjouissance“ aus der berühmten Feuerwerksmusik freuen.

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck freut sich über die finanzielle Unterstützung aus dem LOTTO-Hilfsfond der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt in Höhe von 10.000 Euro. Wegen der Corona-Krise wurde der 24. Schönebecker Operettensommer im April abgesagt und auf das kommende Jahr verschoben. Das Geld ersetzt die entstandene Lücken für bereits erfolgte Zahlungen, wie zum Beispiel für Werbung, Textbuch und anderweitige Anmietungen.

Von 1 Million Euro, die im LOTTO-Hilfsfond bereitstehen, sind - mit den 18 Bewilligen aus der vergangenen Woche - nunmehr rund 440.000 Euro gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt zugutegekommen, die finanzielle Ausfallschäden durch die Corona-Pandemie hatten. Bislang wurden 143 Anträge bewilligt, 153 weitere Anträge sind noch in Bearbeitung.

Schweren Herzens wurde der 24. Schönebecker Operettensommer mit der Aufführung „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár in der vergangenen Woche abgesagt. Mit der Verschiebung in den Sommer 2021 bleiben einige Fragen zum Kartenerwerb und bestehender Reservierungen offen, die hier einmal näher erläutert werden. Diese Regelungen gelten nur für Käufe und Reservierungen über das Orchesterbüro der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck.

Wann wird der 24. Schönebecker Operettensommer nachgeholt?
„Die lustige Witwe“ von Franz Lehár wird vom 26. Juni bis 25. Juli 2021 auf der Waldbühne im Heimattiergarten Bierer Berg aufgeführt.

Behalten bereits erworbene Karten ihre Gültigkeit?
Ja! Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit für die Aufführungen im kommenden Jahr. Tickets für die Premiere am 20. Juni 2020 wurden automatisch auf den Premierentag am 26. Juni 2021 umgebucht. Gleiches erfolgte fortlaufend mit den anderen 21 Aufführungen.

Was ist, wenn der verschobene Ersatztermin nicht wahrgenommen werden kann?
Für diesen Fall gibt es vier Varianten. Erstens: Sie können Ihre Karten auf einen anderen Tag umbuchen; ein Anspruch auf den zuvor gebuchten Sitzplatz besteht dann allerdings nicht. Zweitens: Sie können Ihre Karten in einen Gutschein mit dem selben Wert für den nächsten Operettensommer oder ein anderes Konzert der neuen Spielzeit 2020/2021 (außer Neujahrskonzert) Ihrer Wahl in Schönebeck eintauschen. Dieser Gutschein ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet. Wird dieser Gutschein nicht bis Ende 2021 eingelöst, wird der entsprechende Betrag erstattet. Drittens: Sie verzichten einfach auf die Erstattung des Eintrittspreises und erhalten nach Rücksendung der Tickets eine Spendenquittung. Bitte teilen Sie uns Ihre Entscheidung bis zum 15. Juli 2020 unter der Rufnummer 03928-400429 oder per E-Mail an karten@mkp-sbk.de mit.

Wann beginnt der reguläre Vorverkauf den 24. Schönebecker Operettensommer 2021?
Dieser startet am Montag, 2. November 2020. Der Online-Kartenverkauf beginnt bereits am 1. November 2020.

In dieser Spielzeit mussten zwei Konzerte der Reihe „Festlich cammerphilharmonische Concerte“ ausfallen. Gibt es für diese Veranstaltungen einen Ersatztermin?
Nein! Als Ersatz können Abonnenten kostenlos das „Abo-Wunschkonzert“ am 13. September 2020 besuchen und zusätzlich ein Konzert ihrer Wahl der Spielzeit 2020/2021 (ausgenommen ist das Neujahrskonzert) auswählen. Das Konzert „Von Agthe bis Zeppelin – Carl Christian erklimmt den Stairway to Heaven“ mit Jan Kazda (E-Bass) wurde auf den 22. Oktober 2020 verschoben. Alle bisher verkauften behalten natürlich ihre Gültigkeit.

Die Waldbühne im Heimattiergarten Bierer Berg hat ihr Aussehen verändert. Innerhalb von zwei Wochen wurden die insgesamt 716 Sitzschalen mit dem Farbcode RAL 7010 im April montiert, unter tatkräftiger Mithilfe unseres Chefdirigenten Jan Michael Horstmann. Bei einem Vor-Ort-Termin waren sich Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Landrat Markus Bauer einig, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. 

Die Entscheidung ist gefallen! Lange haben die Verantwortlichen der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie (MKP), der Salzlandkreis und die Stadt Schönebeck (Elbe) gebangt, gezittert und gehofft, dass der 24. Schönebecker Operettensommer im Jahr 2020 über die Bühne gehen kann. Doch die neuen und bequemen Sitzschalen auf der schönen Waldbühne im Heimattiergarten Bierer Berg werden in diesem Jahr leider leer bleiben müssen – aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Vorgaben.  
 
„Weder die notwendigen Hygienemaßnahmen noch die Abstandsregelungen sind auf dem speziellen Gelände so einzuhalten, dass für die Zuschauer*innen oder auch die Darsteller*innen ein Infektionsrisiko völlig auszuschließen ist“, begründet die Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Anita Bader die Entscheidung. Geplant waren ab Juni 23 Aufführungen der Operette „Die lustige Witwe“ mit Platz für jeweils 865 Personen. Es ist die erste Absage des Operettensommers seit 1997. 
 
Landrat Markus Bauer ergänzt: “Priorität hat aktuell die Gesundheit der Menschen. Veranstaltungen wie der Operettensommer können sich zu einem Hotspot für Neuinfektionen entwickeln. Ein solches Risiko können wir nicht eingehen.“ Der Landrat betont, dass viele Besucher zur Risikogruppe zählen, die besonders geschützt werden müssen. Er bedauert die Absage des deutschlandweit größten Operettenfestivals, das jährliche auch zig Tausende Besucher aus anderen Regionen in den Salzlandkreis lockte.  
 
 „Die Verantwortlichen haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht – eine Durchführung ist unter den gegebenen Umständen einfach nicht zu vertreten. Wir müssen also Geduld haben und uns auf das nächste Jahr freuen“, sagt Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch. 
 
Grund dafür gibt es, wie Anita Bader erklärt: „Wie wollen den 24. Schönebecker Operettensommer im Jahr 2021 nachholen.“ Vom 26. Juni bis 25. Juli 2021 soll "Die lustige Witwe“ von Franz Léhar auf dem Bierer Berg zur Aufführung kommen  - wie geplant in einer Inszenierung von Katharina Kutil und im Bühnenbild von TOTO. „Wir sind bemüht, die phantastische Sängerbesetzung von diesem Jahr auch im kommenden Sommer zu verpflichten, so dass Sie, liebes Publikum, bereits jetzt in den Vorfreude-Modus umschalten können“, wie der musikalische Leiter Jan Michael Horstmann untermauert.  
 
„Die in diesem Jahr erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit und können ins kommende Jahr übertragen werden. Bis zum 15. Juli erbitten wir dafür eine Meldung beim Kartenverkauf der MKP. Sie können aber natürlich auch bis zu diesem Zeitpunkt in einen Gutschein für eine andere Konzertveranstaltung der MKP (außer dem Neujahrskonzert) eingetauscht werden“, erklärt Anita Bader. Das Kartenbüro ist bis zur Wiederöffnung der Kreisvolkshochschule in der Tischlerstraße 13 a in Schönebeck derzeit allerdings nur telefonisch unter der Rufnummer 03928 – 400 429 oder per E-Mail an karten@mkp-sbk.de zu erreichen.  
 
Dann hoffen Bader und Horstmann, dass sich die neuen Sitzschalen, die durch sogenannte „Stuhlpatenschaften“ von Privatpersonen und von lokalen Unternehmen finanziert wurden, wieder füllen werden. Den Startschuss für die Crowdfunding-Aktion  „Auf die Plätze …“ gaben im Dezember 2019 Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch und der Landrat Markus Bauer. Gemeinsam mit dem Operettensommer-Urgestein Alexander Klinger haben die beiden schon einmal auf Mustersitzen Platz genommen. „Knapp ein Drittel der Patenschaften wurden bereits vergeben! Das Erfreuliche ist auch, dass gerade in der aktuell schwierigen Situation immer neue Patenschaftsanträge bei uns eingehen“, erklärt Anita Bader.  
 
In den vergangenen zwei Wochen wurden die am 8. April angelieferten Sitze durch zwei Bühnentechniker des Orchesters und unter Mitwirkung des Chefdirigenten Jan Michael Horstmann mit offizieller Erlaubnis der Stadt Schönebeck und natürlich unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln montiert. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.  
 
Das sieht auch Bert Knoblauch so, aber bedauert: „Ausgerechnet jetzt, wo wir schmucke und bequeme Sitze haben und sich damit die ganze Freilichtbühne in einem neuen frischen Gewand präsentiert, kann das wohl bedeutendste kulturelle Ereignis unserer Region nicht stattfinden. Als Stammgast bin ich darüber genau so traurig wie die vielen Besucherinnen und Besucher aus nah und fern.“ 
 
„Wir sind natürlich auch weiterhin über jede Spende dankbar. Egal ob Privatperson oder als Firma. Näheres erfahren Sie auf unserer Homepage oder telefonisch unter 03928-400597 oder 03928-400690“, fügt Anita Bader an. Allen Spendern wird, sofern gewünscht, mit dem Eintrag im Programmheft des 24. Schönebecker Operettensommer und mit einer Plakette auf der Rückseite der Stühle gedankt. Zudem gibt es natürlich eine Spendenquittung.  
 
In den zurückliegenden Jahren besuchten insgesamt 310.290 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland die Vorstellungen auf dem Bierer Berg. Damit dass auch in den kommenden Jahren noch der Fall sein kann, hoffen die Verantwortlichen auch auf die Solidarität der Kulturfreunde, zum Beispiel wie in Tschechien oder Ungarn. In unserem Nachbarland kaufen Kulturliebhaber Tickets für Theaterveranstaltungen, die jedoch wegen der Corona-Krise allerdings gar nicht stattfinden können. In Ungarn appellierte bereits vor Wochen der Veranstalter Péter Szántal mit der Initiative „Gib die Karte nicht zurück!“ um die Unterstützung für Kultureinrichtungen. Zwei wunderbare Beispiele, die auch der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck über die konzert- und operettenfreie Zeit helfen würde. 

Das Gebäude der Kreisvolkshochschule in Schönebeck, Tischlerstraße 13a, bleibt bis auf Widerruf geschlossen!

Das Kartenverkaufsbüro der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck
arbeitet allerdings eingeschränkt weiter und bleibt zu den gewohnten Öffnungszeiten nur
telefonisch unter 0 39 28 – 40 04 29 oder per E-Mail an karten@mkp-sbk.deerreichbar.

Persönliche Kartenabholungen oder Reservierungen sind nicht möglich!

Bisher reservierte Eintrittskarten für den 24. Schönebecker Operettensommer wurden automatisch bis zum 15. Mai 2020 verlängert.

Bereits erfolgte Überweisungen werden selbstverständlich zeitnah bearbeitet und die Karten an die jeweiligen Empfänger verschickt.

Der Online-Verkauf läuft ohne Einschränkungen weiter.

Anita Bader
- Geschäftsführerin -

Schon lange schwebte der Wunsch nach neuen Sitzen über der Waldbühne Bierer Berg … Doch nun hat das Warten für die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck endlich ein Ende!

Am Donnerstag, 19. Dezember 2019, wurde im Rahmen eines Pressegespräches offiziell bekannt gegeben, dass Besucher die Vorstellungen im Rahmen des 24. Schönebecker Operettensommers auf komfortablen Sitzschalen mit hoher Rückenlehne verfolgen können. Landrat Markus Bauer (Foto, links), Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (Foto, rechts) und Alexander Klinger konnten im Beisein der Medienvertreter und sehr zur Freunde von Anita Bader, Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, schon einmal unverbindlich Probesitzen. Einhelliges Fazit: Bequem!!!

Die Zeiten, in denen Sie auf den rustikalen Bänken der Waldbühne saßen, sind vorbei! Damit wird Ihr Besuch bei unserem Operettenfestival noch angenehmer und wir können Ihren Wünschen Rechnung tragen. Allerdings ist diese Investition in Komfort  nicht ohne Unterstützung zu leisten, denn finanziert werden sollen die Sitze über ein Crowdfunding. Werden Sie Stuhlpate! Übernehmen Sie mit einer einmaligen Zahlung von 25,00 Euro pro Platz (Firmen zahlen 50,00 Euro pro Stuhl) eine Stuhlpatenschaft für zwei Jahre. Unsere Stuhlpaten werden auf Wunsch mit einer Plakette auf der Stuhlrückseite namentlich genannt.

Selbstverständlich erhalten Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne unseren Stuhlpatenschafts-Flyer zu.

Und nein, die Sitzschalen werden nicht GRÜN sein! 

Ihre Freude konnte Anita Bader (2. v. l.) am Mittwochnachmittag (23. Oktober 2019) nicht verbergen. In der Hauptstelle der Salzlandsparkasse überreichte Hans-Michael Strube (2. v. r.) der Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck einen symbolischen Scheck in Höhe von 20.000 Euro. Der Zweckertrag stammt aus Mitteln des PS-Lotterie-Sparens.

"Es war eine Notsituation!" Mit diesen knappen, aber klaren Worten begründete der Vorstandsvorsitzende der Salzlandsparkasse (2. v. r.) das schnelle und unkomplizierte Engagement des starken Finanzpartners im Salzlandkreis. Durch die finanzielle Unterstützung kann nun digitale Tontechnik zur Nutzung beim Schönebecker Operettensommer sowie bei Konzerten angeschafft werden. "Ohne die Funkmikrofone wäre eine Durchführung unmöglich. Das ist existenziell", erklärte Anita Bader während des Pressetermins. Entsprechend groß war auch die Freude bei Jan Michael Horstmann. Der neue Chefdirigent und musikalische Leiter des Klangkörpers verriet, dass im kommenden Jahr bei den 22 Aufführungen der Operette "Die lustige Witwe" von Franz Lehár insgesamt 24 Leute auf der Bühne stehen werden. 

Seinen ausdrücklichen Dank richtete Hans-Michael Strube dann aber auch noch einmal ausdrücklich an alle fleißigen PS-Sparer im Salzlandkreis. Und er fügte hinzu: "Wir geben das Geld nur weiter!"

Bei dem Gemeinschaftstermin wurde parallel auch der Sponsorenvertrag zwischen der Salzlandsparkasse und dem Gewerbeverein "Staßfurt - Stadt an der Bode" e. V. unterzeichnet. Der Vereinsvorsitzende Ronald Teßmer (rechts) freut sich auf die bevorstehende 15. Auflage des großen Volksfestes "Staßfurt in Flammen" am 1. November und dankte der Salzlandsparkasse herzlich für das Sponsoring.

Bei der jüngsten turnusmäßigen Mitgliederversammlung des "Förderverein der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck e. V." wurde Petra Grimm-Benne in ihrem Amt als Vorsitzende einstimmig von den wahlberechtigten Anwesenden bestätigt. Gleiches gilt für den Stellvertreter Thomas Wünsch und den "Vorstandsneuling" Cornelia Ribbentrop. Im erweiterten Vorstand stehen zukünftig Susanne Reichel-Visontay und Mike Schmidt dem Verein hilfreich zur Seite. Als neue Revisorin konnte Anja Keßler-Wölfer gewonnen werden.

In ihren Ausführungen machte Frau Grimm-Benne, die dem Förderverein seit 1992 vorsteht, deutlich, dass der Verein auf soliden Füßen steht.  Das vergangene Jahr war wieder einmal von Diskussionen über die Daseinsberechtigung des Orchesters und dessen finanzieller Unterstützung, aber auch von der Freude über das 70jährige Bestehen des einst als Kurorchester gegründeten Klangkörpers geprägt. "Ich bin dem Verein und dem Orchester immer noch sehr verbunden und auch stolz darauf, was erreicht wurde. Wir sind zu einer Kulturgröße gewachsen", so die alte und neue Vorstandsvorsitzende. Egal ob das 25. Musikfest "Klänge im Raum", der "Schönebecker Operettensommer" oder auch die "Philharmonische Phreunde Pheier" - alle Veranstaltungen sind sehr erfolgreich verlaufen.

Einen herzlichen Dank sprach Petra Grimm-Benne den langjährigen Mitstreitern und ehemaligen Vorstandsmitgliedern Christa Röseler und Hans-Jörg Simon aus, die dem Verein schon über viele Jahre mit Herzblut und großem Engagement zur Seite stehen und immer "die Fahne hoch gehalten haben".

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck hat 2017 eine neue CD eingespielt. Im Festsaal der Herrnhuter Brüdergemeine Gnadau sind die Sinfonien Nr. 4, Nr. 8 und Nr. 11 sowie das Flötenkonzert des sachsen-anhaltischen Komponisten Carl Christian Agthe aufgenommen worden. Agthe, der 1762 in Hettstedt geboren und nur 35 Jahre später in Ballenstedt gestorben ist, wird auch häufig als "Mozart des Harzraumes" bezeichnet. Die CD ist limitiert auf 1.500 Stück und kann zum Preis von 10,00 Euro im Orchesterbüro der Mitteldeutschen Kammerphillharmonie Schönebeck oder im Salzlandmuseum Schönebeck (Pfännerstraße 41) erworben werden. Auf Wunsch kann der Tonträger (gegen Gebühr) auch zugesandt werden. Die CD ist auch eine ideale Geschenkeidee - und das zu jedem Anlass.

Unweit von Schönebeck, dem Stammsitz der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, befindet sich das imposante Ringheiligtum Pömmelte. Die Überreste dieses etwa 4300 Jahre alten Kultortes wurden seit 2005 ausgegraben und ab dem Jahr 2013 rekonstruiert. Nun gewährt diese sensationelle Anlage einen Einblick in die Rituale und Lebenswelten vom Übergang der Jungstein- in die Bronzezeit. 
Die Anlage aus Holzpalisaden, Gruben und Wällen ist in ihrer Größe mit Monumenten wie dem weltberühmten Stonehenge in England vergleichbar. Zwei Haupttore führen in den Innenraum und sind auf feste Positionen des Sonnenlaufs ausgerichtet. Über 800 Jahre diente dieser Ort den Menschen der jungsteinzeitlichen Schnurkeramiker- und Glockenbecherkulturen sowie der frühbronzezeitlichen Aunjetizer Kultur als heilige Stätte. Das Ringheiligtum wurde für vielfältige Kulthandlungen genutzt – von Bestattungen bis hin zu Tier- und Menschenopfern. 
Vom neun Meter hohen Aussichtsturm bietet sich den Gästen ein fantastischer Überblick über die Anlage. 
Ein besonderes Highlight bietet sich jedes Jahr im September, wenn sich das Orchester der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie im Ringheiligtum Pömmelte einfindet und die einzigartige Akustik der Kreisgrabenanlage erlebbar macht. 

Besucherinformation: Das Ringheiligtum Pömmelte ist ganzjährig frei zugänglich.

Öffentliche Führungen: April bis 31. Oktober dienstags 11 Uhr und freitags bis sonntags um 14 Uhr.

Quelle: Susanne Dedow (Salzlandkreis) / Foto: Lukas Petereit

Weitere Informationen unter: 03471/6842560 oder museum@kreis-slk.de  oder  www.ringheiligtum-poemmelte.de oder Anfragen an : kultur@kreis-slk.de