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Daumen nach oben! Yannik Mersch (links) und Benjamin Huth (rechts) haben Kim Schrader in der ersten Woche des 23. Schönebecker Operettensommers würdig vertreten. Während der 1. Regieassistent (Yannik) in den ersten beiden Wochen den Gewürzkrämer auf der Bühne verkörperte, verlieh der 2. Dirigent und Korrepetitor Benjamin Huth Lambertuccio seine Stimme. Eine bisher nie dagewesene Konstellation in der 23-jährigen Geschichte des Schönebecker Operettensommers, die das Publikum jedoch mit viel Applaus honorierte. Seit vergangenen Mittwoch ist nun endlich wieder Kim live auf der Waldbühne zu erleben.

"Boccaccio" (Foto, rechts: Richard Klein) hat den Berg erobert. Seit 22. Juni hält der berühmte Dichter die Waldbühne mit seinen freizügigen Liebesgeschichten in Atem. "Es ist amüsant, gefühlvoll und romantisch, mit wunderschöner Musik als Zugabe", schwärmt Regisseurin Katharina Kutil vom Urstück der Wiener Operette. Und der Publikumsliebling ist auch selbst wieder in Aktion zu erleben. Sie schuf zusätzlich die (Sprech-)Rolle der Maria (Mitte), Köchin des brillianten Novellenschreibers, die letztendlich auch das letzte Wort der kurzweiligen (Liebes-)Aufführung hat.

Das Publikum am Premierenwochenendes war jedenfalls begeistert und sparte nach den Aufführungen nicht mit Bravo-Rufen. Gleichzeitig honorierten die Anwesenden die Leistungen des qualitativ hochkarätigen Ensembles und der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck mit langanhaltendem Applaus sowie stehenden Ovationen.

Erklärung zum Foto: Maria rückt Pietro (Gerd Jaburek), dem Prinzen von Palermo, den Kopf zurecht. Die BIldrechte liegen bei Klaus-Peter Voigt.

Bei der jüngsten turnusmäßigen Mitgliederversammlung des "Förderverein der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck e. V." wurde Petra Grimm-Benne in ihrem Amt als Vorsitzende einstimmig von den wahlberechtigten Anwesenden bestätigt. Gleiches gilt für den Stellvertreter Thomas Wünsch und den "Vorstandsneuling" Cornelia Ribbentrop. Im erweiterten Vorstand stehen zukünftig Susanne Reichel-Visontay und Mike Schmidt dem Verein hilfreich zur Seite. Als neue Revisorin konnte Anja Keßler-Wölfer gewonnen werden.

In ihren Ausführungen machte Frau Grimm-Benne, die dem Förderverein seit 1992 vorsteht, deutlich, dass der Verein auf soliden Füßen steht.  Das vergangene Jahr war wieder einmal von Diskussionen über die Daseinsberechtigung des Orchesters und dessen finanzieller Unterstützung, aber auch von der Freude über das 70jährige Bestehen des einst als Kurorchester gegründeten Klangkörpers geprägt. "Ich bin dem Verein und dem Orchester immer noch sehr verbunden und auch stolz darauf, was erreicht wurde. Wir sind zu einer Kulturgröße gewachsen", so die alte und neue Vorstandsvorsitzende. Egal ob das 25. Musikfest "Klänge im Raum", der "Schönebecker Operettensommer" oder auch die "Philharmonische Phreunde Pheier" - alle Veranstaltungen sind sehr erfolgreich verlaufen.

Einen herzlichen Dank sprach Petra Grimm-Benne den langjährigen Mitstreitern und ehemaligen Vorstandsmitgliedern Christa Röseler und Hans-Jörg Simon aus, die dem Verein schon über viele Jahre mit Herzblut und großem Engagement zur Seite stehen und immer "die Fahne hoch gehalten haben".

Erstmals in seiner 23-jährigen Geschichte geht der Schönebecker Operettensommer „auf Tour“. Nicht sprichwörtlich, sondern als Fahrzeugwerbung auf einem Reisebus. Als langjähriger „Chauffeur“ der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck hat sich Patrick Münch vom gleichnamigen Busunternehmen in der Elbestadt sofort bereit erklärt, das Orchester mit Werbung für den Schönebecker Operettensommer auf einem seiner Reisebusse zu unterstützen. „Bei dieser Anfrage musste ich nicht lange überlegen. Das mache ich sehr gerne, denn das Orchester liegt mir auch am Herzen“, erläuterte Patrick Münch offenherzig. Wie der Inhaber von Münch‘s Charterreisen verriet, ist der Bus europaweit unterwegs. So zum Beispiel auch über die Osterfeiertage. Und da kann es dann auch passieren, dass die Regisseurin Katharina Kutil diesen Reisebus in der österreichischen Hauptstadt Wien zu sehen bekommt. Der Kommentar von Kutil auf diesen Werbe-Coup war kurz: „Cool!“ Von der Realisierung bis zur Umsetzung der Fahrzeugbeklebung verlief die Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen und der ausführenden Werbemanufaktur Schulz aus Schönebeck beispielhaft und unkompliziert zugleich. „Auch untereinander“, bestätigten Münch und Schulz übereinstimmend und fügten hinzu: „So soll es sein!“.

Und Operetten-Freunden sei an dieser Stelle gesagt: Karten gibt es noch für jede Vorstellung des traditionellen Freiluftspektakels auf dem Bierer Berg. Tickets für den 23. Schönebecker Operettensommer können im Kartenverkaufsbüro der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck (Raum 0.5), Tischlerstraße 13a in Schönebeck oder im Internet erworben beziehungsweise telefonisch unter der Rufnummer 03928-400429 reserviert werden.

Das Geheimnis ist gelüftet. Am 6. Februar 2019 wurde der designierte Chefdirigent und künstlerische Leiter der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck offiziell in Bernburg vorgestellt. Jan Michael Horstmann (Foto: Volksstimme/Emily Engels), kein Unbekannter in der Kultur-Region, tritt am 1. September dieses Jahres die Nachfolge von Gerard Oskamp an.

In der Funktion als Chefdirigent wird der 50-Jährige die Konzerte der Großen Reihe „Festliche Cammer-philharmonische Concerte“, der Kleinen Reihe „Große Unterhaltungs-Concerte” sowie zahlreiche Sonderkonzerte im Salzlandkreis sowie in Sachen-Anhalt leiten. Horstmann, der von 2004 bis 2013 Generalmusikdirektor am Mittelsächsischen Theater und von 2012 bis 2017 Operndirektor und Chefdirigent an den Landesbühnen Sachsen war, ist zudem seit 1996 ständiger Dirigent des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und wird in diesem Rahmen im März 2020 in Paris mit dem Ensemble Intercontemporain debütieren.

Für Horstmann ist das Engagement in der Elbestadt „ein bisschen wie nach Hause kommen.“ Denn bereits von 1996 bis 2004 war er am Theater Magdeburg 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor. Auch das traditionsreiche Schönebecker Orchester ist ihm aus Gastdirigaten in sehr guter Erinnerung geblieben. Zwei wichtige und grundlegende Aspekte rückt der derzeitig noch freiberufliche Dirigent in den Vordergrund seiner zukünftigen Tätigkeit in Schönebeck. Als erstes den Dialog mit dem Publikum und zweitens das Repertoire der kammerorchestralen Konzerte. „Hier gibt es eine Vielzahl von fantastischer Literatur.“

Und die Konzertbesucher der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck können sich mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 auf einige Neuheiten freuen. Angefangen mit persönlichen Konzerteinführungen sowie der Konzert-Moderation durch den zukünftigen Maestro. Zudem setzt Horstmann bei der Auswahl der Solisten auf tolle Musikerinnen und Musiker, die einen Bezug zur Region haben. Zu nennen sind da die Pianistin Sofja Gülbadamova, die Solo-Flötistin Jelka Weber (Mitglied der Berliner Philharmoniker) oder den Landesmusikpreisträger des Jahres 2018, den Ausnahmegeiger Zsolt-Tihamér Visontay.

Die Unterschriften sind gesetzt! Am heutigen Donnerstag, 20. Dezember 2018, wurden in der Staatskanzlei Magdeburg die Theater- und Orchesterverträge zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den Trägern der Kultureinrichtungen in unserem Bundesland neu unterzeichnet.

Kulturminister Rainer Robra (Foto, links) und Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises, unterschrieben in Anwesenheit von Anita Bader, Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, die bis 2023 gültige Förderung des Klangkörpers mit Sitz in Schönebeck (Elbe).

Allein im kommenden Jahr schüttet das Land 36 Millionen Euro an die Orchester und Theater aus.

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck hat 2017 eine neue CD eingespielt. Im Festsaal der Herrnhuter Brüdergemeine Gnadau sind die Sinfonien Nr. 4, Nr. 8 und Nr. 11 sowie das Flötenkonzert des sachsen-anhaltischen Komponisten Carl Christian Agthe aufgenommen worden. Agthe, der 1762 in Hettstedt geboren und nur 35 Jahre später in Ballenstedt gestorben ist, wird auch häufig als "Mozart des Harzraumes" bezeichnet. Die CD ist limitiert auf 1.500 Stück und kann zum Preis von 10,00 Euro im Orchesterbüro der Mitteldeutschen Kammerphillharmonie Schönebeck oder im Salzlandmuseum Schönebeck (Pfännerstraße 41) erworben werden. Auf Wunsch kann der Tonträger (gegen Gebühr) auch zugesandt werden. Die CD ist auch eine ideale Geschenkeidee zu jedem Anlass.

Unweit von Schönebeck, dem Stammsitz der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, befindet sich das imposante Ringheiligtum Pömmelte. Die Überreste dieses etwa 4300 Jahre alten Kultortes wurden seit 2005 ausgegraben und ab dem Jahr 2013 rekonstruiert. Nun gewährt diese sensationelle Anlage einen Einblick in die Rituale und Lebenswelten vom Übergang der Jungstein- in die Bronzezeit. 
Die Anlage aus Holzpalisaden, Gruben und Wällen ist in ihrer Größe mit Monumenten wie dem weltberühmten Stonehenge in England vergleichbar. Zwei Haupttore führen in den Innenraum und sind auf feste Positionen des Sonnenlaufs ausgerichtet. Über 800 Jahre diente dieser Ort den Menschen der jungsteinzeitlichen Schnurkeramiker- und Glockenbecherkulturen sowie der frühbronzezeitlichen Aunjetizer Kultur als heilige Stätte. Das Ringheiligtum wurde für vielfältige Kulthandlungen genutzt – von Bestattungen bis hin zu Tier- und Menschenopfern. 
Vom neun Meter hohen Aussichtsturm bietet sich den Gästen ein fantastischer Überblick über die Anlage. 
Ein besonderes Highlight bietet sich jedes Jahr im September, wenn sich das Orchester der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie im Ringheiligtum Pömmelte einfindet und die einzigartige Akustik der Kreisgrabenanlage erlebbar macht. 

Besucherinformation: Das Ringheiligtum Pömmelte ist ganzjährig frei zugänglich.

Öffentliche Führungen: April bis 31. Oktober dienstags 11 Uhr und freitags bis sonntags um 14 Uhr.

Quelle: Susanne Dedow (Salzlandkreis) / Foto: Lukas Petereit

Weitere Informationen unter: 03471/6842560 oder museum@kreis-slk.de  oder  www.ringheiligtum-poemmelte.de oder Anfragen an : kultur@kreis-slk.de