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Am kommenden Freitag, 15. März, steht die gebürtige Hamburgerin Sabrina-Vivian Höpcker wieder als Solistin mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck auf der Bühne des Dr.-Tolberg-Saals. Sie wird bei dem Konzert „Der unbekannte Schumann“ das weniger bekannte Violinkonzert d-Moll des in Zwickau geborenen Komponisten Robert Schumann interpretieren. Wir haben einmal bei der sympathischen Violinistin nachgefragt ...

 

Frau Höpcker, Sie gastierten bereits im November 2016 als Solistin in Schönebeck und waren auch beim „Philharmonischen Phrühstück“. Welche Erinnerungen haben Sie?

Höpcker: Nur sehr gute. Und natürlich freue ich mich sehr auf das Wiedersehen mit dem wunderbaren Orchester und auch ganz besonders auf Gerard Oskamp (Anm., 26. März in Stendal), der ein fantastischer Dirigent ist.

 

Damals haben Sie das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms gespielt. Dieses Mal steht das Violinkonzert d-Moll von Robert Schumann auf dem Programm. Ist das für Sie etwas besonderes?

Höpcker: Das Violinkonzert von Schumann ist in einem Wort „hochromantisch“, besonders der erste und zweite Satz. Der dritte Satz ist sehr persönlich. Für mich ist es schon etwas ganz Besonderes, dieses sehr persönliche Werk zu spielen. Auch jetzt, gerade in Zusammenhang mit meiner neuen CD, mit den Ungarischen Tänzen (1 – 21) von Johannes Brahms in der Fassung von Joseph Joachim. Das Violinkonzert von Schumann hat insofern viel mit den beiden zu tun, als das Joseph Joachim Schumann mit folgenden Worten bat, ein Violinkonzert zu komponieren: „Möchte doch Beethoven’s Beispiel Sie anregen, den armen Violinspielern, denen es, außer der Kammermusik, so sehr an Erhebendem für ihr Instrument fehlt, aus Ihrem tiefen Schacht ein Werk ans Licht zu ziehen, wunderbarer Hüter reichster Schätze!“

 

Sie sprechen Ihre neue Compact Disc „Brahms – Ungarische Tänze“ mit dem Pianisten Fabio Bidini an, die im November 2018 erschienen ist. Dieser Tonträger wurde Anfang Januar auch gleich bei der KUSC Radio Station für Los Angeles und Südkalifornien als „CD der Woche“ vorgestellt.

Höpcker: Ja, das ist richtig. Die CD hat von Anfang an aus aller Welt fantastische Kritiken bekommen und ist bisher ein riesengroßer Erfolg. Auf jeden Fall werde ich die CD mit den Ungarischen Tänzen auch nach Schönebeck mitbringen; dazu auch meine vorherigen drei CDs. Diese werde ich dann natürlich auch gerne in der Konzertpause signieren.

Das Konzert am Freitag in Schönebeck wird übrigens von dem türkischen Dirigenten Ender Sakpinar geleitet.

Deutschland gilt als das Land der Dichter und Denker. Ob diese These tatsächlich noch zutrifft, können nun Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre unter Beweis stellen und sich am Dichterwettbewerb der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck beteiligen. Schülerinnen und Schüler sind dazu aufgerufen, ein Gedicht zum Thema „Liebe“ und alles, was damit zu tun hat, zu schreiben. Egal, ob über die Eltern, Großeltern, das Haustier, den Lieblingsverein oder -band, Freund oder Freundin. Die Dichtungen sollen eine Länge von 4 bis 20 Zeilen haben.

Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Petra Koch (Leiterin des Salzlandmuseums), Katharina Kutil (Regisseurin des Schönebecker Operettensommer), Annette Simon (Lehrerin am Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck), Christa Röseler (Mitglied des Vorstandes des Fördervereins der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie) und Maximilian Freitag (FSJler im Bereich Kultur bei der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck), wird die lyrischen Arbeiten bewerten und die drei Gewinner küren.

Die drei besten Gedichte werden – sofern die Zustimmung bei der Einsendung gegeben wird - im Programmflyer des 23. Schönebecker Operettensommer abgedruckt. Zusätzlich werden die drei besten Gedichte von der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt vertont. Im Rahmen der Kinderoperette am Sonntag, 7. Juli, werden die „jungen Dichterinnen und Dichter“ dann auch öffentlich vorgestellt und prämiert. Beiträge von Einzelpersonen können entweder per E-Mail an post@mkp-sbk.de oder schriftlich an Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck, Stichwort: Liebe, Tischlerstraße 13a, 39218 Schönebeck (Elbe) eingereicht werden. Die Rechte an den Texten bleiben selbstverständlich bei den Autorinnen und Autoren. Alle Preisträger werden nach der Auswertung rechtzeitig persönlich kontaktiert. 

Einsendeschluss ist der 15. Mai 2019.

Das Geheimnis ist gelüftet. Am 6. Februar 2019 wurde der designierte Chefdirigent und künstlerische Leiter der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck offiziell in Bernburg vorgestellt. Jan Michael Horstmann (Foto: Volksstimme/Emily Engels), kein Unbekannter in der Kultur-Region, tritt am 1. September dieses Jahres die Nachfolge von Gerard Oskamp an.

In der Funktion als Chefdirigent wird der 50-Jährige die Konzerte der Großen Reihe „Festliche Cammer-philharmonische Concerte“, der Kleinen Reihe „Große Unterhaltungs-Concerte” sowie zahlreiche Sonderkonzerte im Salzlandkreis sowie in Sachen-Anhalt leiten. Horstmann, der von 2004 bis 2013 Generalmusikdirektor am Mittelsächsischen Theater und von 2012 bis 2017 Operndirektor und Chefdirigent an den Landesbühnen Sachsen war, ist zudem seit 1996 ständiger Dirigent des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und wird in diesem Rahmen im März 2020 in Paris mit dem Ensemble Intercontemporain debütieren.

Für Horstmann ist das Engagement in der Elbestadt „ein bisschen wie nach Hause kommen.“ Denn bereits von 1996 bis 2004 war er am Theater Magdeburg 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor. Auch das traditionsreiche Schönebecker Orchester ist ihm aus Gastdirigaten in sehr guter Erinnerung geblieben. Zwei wichtige und grundlegende Aspekte rückt der derzeitig noch freiberufliche Dirigent in den Vordergrund seiner zukünftigen Tätigkeit in Schönebeck. Als erstes den Dialog mit dem Publikum und zweitens das Repertoire der kammerorchestralen Konzerte. „Hier gibt es eine Vielzahl von fantastischer Literatur.“

Und die Konzertbesucher der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck können sich mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 auf einige Neuheiten freuen. Angefangen mit persönlichen Konzerteinführungen sowie der Konzert-Moderation durch den zukünftigen Maestro. Zudem setzt Horstmann bei der Auswahl der Solisten auf tolle Musikerinnen und Musiker, die einen Bezug zur Region haben. Zu nennen sind da die Pianistin Sofja Gülbadamova, die Solo-Flötistin Jelka Weber (Mitglied der Berliner Philharmoniker) oder den Landesmusikpreisträger des Jahres 2018, den Ausnahmegeiger Zsolt-Tihamér Visontay.

Die Unterschriften sind gesetzt! Am heutigen Donnerstag, 20. Dezember 2018, wurden in der Staatskanzlei Magdeburg die Theater- und Orchesterverträge zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den Trägern der Kultureinrichtungen in unserem Bundesland neu unterzeichnet.

Kulturminister Rainer Robra (Foto, links) und Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises, unterschrieben in Anwesenheit von Anita Bader, Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, die bis 2023 gültige Förderung des Klangkörpers mit Sitz in Schönebeck (Elbe).

Allein im kommenden Jahr schüttet das Land 36 Millionen Euro an die Orchester und Theater aus.

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck hat 2017 eine CD eingespielt. Im Festsaal der Herrnhuter Brüdergemeine Gnadau sind die Sinfonien Nr. 4, Nr. 8 und Nr. 11 sowie das Flötenkonzert des sachsen-anhaltischen Komponisten Carl Christian Agthe aufgenommen worden. Agthe, der 1762 in Hettstedt geboren und nur 35 Jahre später in Ballenstedt gestorben ist, wird auch häufig als "Mozart des Harzraumes" bezeichnet. Die CD ist limitiert auf 1.500 Stück und kann zum Preis von 10,00 Euro im Orchesterbüro der Mitteldeutschen Kammerphillharmonie Schönebeck oder im Salzlandmuseum Schönebeck (Pfännerstraße 41) erworben werden. Auf Wunsch kann der Tonträger (gegen Gebühr) auch zugesandt werden. Für das bevorstehende Weihnachtsfest die ideale Geschenkeidee.

Das Schlosstheater in Ballenstedt (Landkreis Harz) feierte in den vergangenen Tagen den 230. Geburtstag. Die Musikerinnen und Musiker der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck unter der Leitung ihres Chefdirigenten Gerard Oskamp sorgten mit ihrem Gastspiel am Sonntag, 16. September, für den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten auf einer der ältesten Theaterbühnen Deutschlands. Unter dem Titel "Klingendes Sachsen-Anhalt" erfüllte der Klangkörper den Festsaal mit Werken von Johann Friedrich Fasch, Richard EIlenburg und allen voran Carl Christian Agthe. Ballenstedts Bürgermeister Dr. Michael Knoppik lobte vor Beginn des Festkonzertes das Engagement derjenigen, die sich um den Theaterbetrieb kümmern, sowie die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck als mittlerweile guten Partner.

Bildrechte: MKP/Maximilian Freitag

Hochzeitspaare feiern nach 25 Jahren Ehe bekanntlich "Silberne Hochzeit". Mit Anjelika Bujoreanu (Fagott; rechts), Gabriele Zucker (Flöte) und Hideaki Onozawa (Oboe; links) können nun gleich drei Orchestermitglieder der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck ein solches Jubiläum feiern. Anita Bader (Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie) ließ es sich am Donnerstag nicht nehmen, dem "Silber-Trio" für die langjährige Orchesterzugehörigkeit mit einer floralen Aufmerksamkeit zu danken.

Foto: MKP/Maximilian Freitag

Am 18. Juli konnte Anita Bader den 15.000sten Besucher - besser gesagt Besucherin - beim 22. Schönebecker Operettensommer begrüßen. Völlig überrascht von ihrem Glück zeigten sich dabei Margret Sahr (rechts) aus Zerbst und Tochter Sandra Remiorz, die extra aus dem niedersächsischen Bramsche angereist war. Während Mutter Margret regelmäßiger Gast des Freiluftspektakels ist, war es für Sandra eine Premiere. "Die Erwartungen sind höher als das Vorsingen meiner Mutter", scherzte Sandra Remiorz. Als kleine Aufmerksamkeit überreichte Maximilia Bauer (2. v. r.), verantwortlich für die Zuschauerbetreuung während des Operettenfestivals, der Wahl-Niedersächsin eine CD der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck mit Werken von Carl Christian Agthe. Der Tonträger wurde erst im September des Vorjahres in Gnadau eingespielt wurde. Am Abschlusstag des diesjährigen Operettensommers wurde das Ehepaar Brigitte und Walter Herbst aus Stendal (Foto) von Petra Grimm-Benne (Vorsitzende des Fördervereins der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie), Anita Bader (Geschäftsführerin) und Katharina Kutil (Regisseurin) als 17.000ste Besucher überrascht. Neben einem floralen Gruß, einer Agthe-CD konnten sich die Altmärker auch über zwei Eintrittskarten für den 23. Schönebecker Operettensommer 2019 freuen.

Unweit von Schönebeck, dem Stammsitz der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, befindet sich das imposante Ringheiligtum Pömmelte. Die Überreste dieses etwa 4300 Jahre alten Kultortes wurden seit 2005 ausgegraben und ab dem Jahr 2013 rekonstruiert. Nun gewährt diese sensationelle Anlage einen Einblick in die Rituale und Lebenswelten vom Übergang der Jungstein- in die Bronzezeit. 
Die Anlage aus Holzpalisaden, Gruben und Wällen ist in ihrer Größe mit Monumenten wie dem weltberühmten Stonehenge in England vergleichbar. Zwei Haupttore führen in den Innenraum und sind auf feste Positionen des Sonnenlaufs ausgerichtet. Über 800 Jahre diente dieser Ort den Menschen der jungsteinzeitlichen Schnurkeramiker- und Glockenbecherkulturen sowie der frühbronzezeitlichen Aunjetizer Kultur als heilige Stätte. Das Ringheiligtum wurde für vielfältige Kulthandlungen genutzt – von Bestattungen bis hin zu Tier- und Menschenopfern. 
Vom neun Meter hohen Aussichtsturm bietet sich den Gästen ein fantastischer Überblick über die Anlage. 
Ein besonderes Highlight bietet sich jedes Jahr im September, wenn sich das Orchester der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie im Ringheiligtum Pömmelte einfindet und die einzigartige Akustik der Kreisgrabenanlage erlebbar macht. 

Besucherinformation: Das Ringheiligtum Pömmelte ist ganzjährig frei zugänglich.

Öffentliche Führungen: April bis 31. Oktober dienstags 11 Uhr und freitags bis sonntags um 14 Uhr.

Quelle: Susanne Dedow (Salzlandkreis) / Foto: Lukas Petereit

Weitere Informationen unter: 03471/6842560 oder museum@kreis-slk.de  oder  www.ringheiligtum-poemmelte.de oder Anfragen an : kultur@kreis-slk.de