Details zum Stück

 

Beschreibung

 

Die zweiteilige Monooper schildert in knappen Bildern (wie „Geburtstag“, „Schule“, „Gespräch mit dem Vater“, „Vorladung zur Gestapo“, „Das Versteck“ oder „Razzia“) das Schicksal des 13-jährigen Mädchens Anne Frank, das sich vom 6. Juli 1942 bis zur Verhaftung durch die Gestapo am 4. August 1944 in den faschistisch besetzten Niederlanden mit seiner Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt hielt. Der seelische Druck, der auf dem Kind lastete und dennoch seine moralische Kraft nicht zu brechen vermochte, durchzieht die gesamten dokumentarischen Tagebuchaufzeichnungen der Anne Frank. In diesen Aufzeichnungen vermittelt sich der unbeugsame Lebenswille des Mädchens. Das Libretto, fast wortgetreu aus dem Original übernommen, wird in eine musikalisch-lyrische Erzählung integriert, deren Emotionsgehalt gleichermaßen der Tragik des Geschehens wie der dichterischen Ausdruckskraft des Mädchens Rechnung trägt. Annes tiefgründige Gedanken, ihre naive Freude über ein Geschenk oder einen Flecken blauen Himmels, aber auch ihre nackte Angst und der Wille, tapfer zu bleiben, die aufkeimende Liebe zu Peter, ihr Sinn für Situationskomik, die Hoffnung auf Freiheit und mehr Menschlichkeit, all das findet auch beklemmenden Ausdruck in der Musik. Die Freiheit und Würde des Menschen, der Vorrang des Geistes vor dem Körper und des Bewusstseins vor der Materie sind die zentralen Themen in diesem Werk. Besondere Beachtung wird den Charakteren geschenkt, die nur in Annes Monologen, nicht aber in persona erscheinen: ihr Vater, ihre Mutter, die Schwester Margot und Freunde. Hierdurch wird eine besondere Vielschichtigkeit erreicht, die den Handlungsspielraum des Monodramas erweitert.

Dieses Stück soll gezielt am „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erinnern, heißt es seitens der Veranstalter. Bei dem Stream handelt es sich um eine Kooperation der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, des Theaters Bernburg, der Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg sowie der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Die Premiere wird am 27. Januar 2021 ab 19:30 Uhr per Livestream aus dem Carl-Maria-von-Weber-Theater übertragen und ist unter anderem über diesen Facebook-Account der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck zu sehen.

Für Unterstützung danken wir (Reihenfolge ohne Wertung): Stadt Schönebeck, Stadtwerke Schönebeck, Salzlandkreis, Stadtwerke Bernburg, Salzlandsparkasse, Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Bernburger Theater- und Veranstaltungs gGmbH.

Besetzung

 

  • Anne Frank Miriam Sabba
  • Inszenierung / Ausstattung Klaus-Peter Fischer
  • Dirigent Jan Michael Horstmann

Wir danken