Termine

 

Freitag, 31. Januar 2020, 19:30 Uhr
Dr.-Tolberg-Saal, Schönebeck-Bad Salzelmen
Samstag, 01. Februar 2020, 15:00 Uhr
Katharinenkirche, Stendal
Samstag, 01. Februar 2020, 19:00 Uhr
Katharinenkirche, Stendal

Details zum Stück

 

Beschreibung

 

„Sie wissen, das Benda unter den lutherischen kapellmeistern immer mein liebling war; ich liebe diese zwey Wercke so, daß ich sie bey mir führe.“ Die Rede ist von Georg Anton Benda und seinen Melodramen „Ariadne auf Naxos“ und „Medea“, großangelegte Melodramen für Sprecher mit Orchesterbegleitung. Und die oben zitierte Eloge auf diesen böhmischen Meister stammt aus keiner geringeren Hand als der Mozarts. Verständlich angesichts der spannungsvollen Dramatik, der theatralischen Vielfarbigkeit dieser Werke, die in ihrem Wechsel der Emotionen zwischen Schroffheit und Zärtlichkeit die Archaik der Geschichte besonders plastisch wiedergeben. Als Fortsetzung unserer bewährten Zusammenarbeit mit dem Theater der Altmark in Stendal präsentieren wir die Geschichte der antiken Kindsmörderin in Verbindung mit Mozarts herrlicher „Prager“ Sinfonie, die in der Tonsprache nachbarschaftlich zu seinen großen Erfolgen in der böhmischen Metropole, „Figaros Hochzeit“ und „Don Giovanni“ steht.

Eröffnen werden wir das Konzert mit der reizenden „Suite en miniature“ der ebenfalls im Schatten des Hradschin aufgewachsenen, in Paris ausgebildeten und viel zu früh in der Emigration in einem französischen Gefangenenlager verstorbenen Komponisten Vitezlava Kaprálova, die zu einer Zeit ihren Weg ging, als das Komponieren für Frauen noch längst nicht selbstverständlich war.

Vitezlava, Medea, Susanna – ein Abend starker weiblicher Persönlichkeiten.

Vitezlava Kaprálova                 Suite en miniature op. 1
Georg Anton Benda                 Medea (Melodram für Sprecher und Orchester“
Wolfgang Amadeus Mozart     Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager“

Besetzung

 

  • Medea Kathrin Berg
  • Jason Matthias Hinz
  • Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
  • Dirigent Jan Michael Horstmann