Besetzung

Produktionsleitung: Anita Bader
Musikalische Leitung und Regie: Jan Michael Horstmann
Musikalische Assistenz: Dionysos Pantis
Regieassistenz: Marie-Hendrikje van de Ven
Bühnenbild: Ulv Jakobsen
Kostüme: Berit Mohr

Es spielt die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
 


Bühnenbau: Mike Poschag, Ralf Wirbel
Gerüstbau: Schaffrinna GmbH
Layout Plakat: Werbemanufaktur M. Schulz

 

R O L L E N


Albert Oberholzer - Jörn Schümann
Karline, seine Frau - Anita Bader
Anna, seine Tochter - Henriette Schein
Kati, die Köchin - Undine Dreißig
Fritz Oberholzer - Hans-Arthur Falkenrath
Berta, seine Frau - Stefanie Smits
Gustav Oberholzer - Andreas Petzoldt
Paula, seine Frau - Astrid von Feder
Heinrich Oberholzer - Jörg Sändig
Lisa, seine Frau - Yvonne Friedli
Alexander Obolski - Alexander Klinger
Iduna, seine Frau - Miriam Sabba
Robert, der Gärtner - Jacob Romero Kressin
Clown - Alexander Semenchukov


A K K R O B A T E N:

Turnerinnen von Union 1861 Schönebeck
 

 

Jörn Schümann

Albert Oberholzer

Der Bassbariton erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Künste in Berlin bei Prof. KS Harald Stamm. Von 1997 bis 1999 war er Mitglied im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und wurde anschließend in das Ensemble übernommen. Bis 2005 trat er dort in weit über 30 Opernproduktionen auf.

In der Spielzeit 2006/07 sang er am Theater Bremen unter anderem Arkel (Pelléas et Mélisande) und in der Uraufführung „Keine Stille außer der des Windes“ von Sidney Corbett die Hauptpartie Schreiber/Buch. Von 2007 bis 2013 war er Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, wo er sein Repertoire stetig erweiterte.

Seit 2013 ist er freischaffend und gastierte u. a. an der Semperoper, am Theater Chemnitz, an der Deutschen Oper Berlin sowie an der Hamburgischen Staatsoper. Zu seinen jüngeren Rollendebüts gehören Rocco (Fidelio) oder auch in der Uraufführung Widukind (Th. Lotz; B. Kronshage) die Partie des Alebrand.

Er sang unter renommierten Dirigenten wie S. Young, I. Metzmacher, M. Jurowski,  P. Schneider, M. Hofstetter, S. Soltesz, F. Chaslin, P. Auguin, M. Armiliato, I. Bolton, U. Schirmer, U. Windfuhr und D. Runnicles.

Jörn Schümann arbeitete mit Regisseuren wie J. Flimm, P. Konwitschny, J. Schaaf, W. Decker, K. Harms, A. Pilavachi und C. Loy zusammen. Gastengagements und Konzerte führten Jörn Schümann beispielsweise nach Amsterdam, Peking, Paris, an die Semperoper Dresden, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Luzern, Münster, Erfurt oder den Schlossfestspielen Schwerin.

Anita Bader

Karline, Ehefrau von Albert Oberholzer

Anita Bader wurde im oberbayerischen Mühldorf am Inn geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Schulmusik, Lehramt an Gymnasien mit Hauptfach Violine an der Hochschule für Musik in München und schloss mit dem 1. Staatsexamen ab. Danach zog es sie auf die Bühne. Nach drei Jahren Studium „Sologesang“, ebenfalls an der Hochschule in München, wechselte sie für drei Jahre ans Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München, um ihre Ausbildung zu vervollkommnen. Darauf folgten Engagements unter anderem am Stadttheater Klagenfurt, dem Landestheater Coburg und den Bregenzer Festspielen, bis sie für vier Jahre als jugendlich-dramatischer Sopran ans Theater Ulm engagiert wurde. Im Jahr 1998 wechselte sie ans Theater Magdeburg, dem sie 12 Jahre lang treu blieb und mit Marschallin (Rosenkavalier von R. Strauß) Aida, Abigaille (Nabucco), Desdemona, Tosca, Leonore (Fidelio), Senta, Sieglinde, Elsa, Elisabeth (Tannhäuser), Elettra (Idomeneo von Mozart) und zuletzt der Turandot viele Fachpartien des dramatischen Sopran-Repertoires verkörperte. Mit der Christine aus der Oper Intermezzo von Richard Strauss in der Regie von Wolfgang Quetes und unter der musikalischen Leitung von Francesco Corti beendete sie im Jahr 2011 ihre aktive Bühnenkarriere.

Bereits 2010 wechselte sie zeitweise hinter die Bühne und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Theater- und Musikmanagement, das sie mit einem Weiterbildungsdiplom abschloss. Die erste Aufgabe in diesem Bereich war die Übernahme des Vorderhausmanagements am Staatstheater Nürnberg im Februar 2012, das sie bis zum Februar 2014 leitete. Im Februar 2014 wechselte sie in die Funktion der Betriebsleitung des Theaters Poetenpack in Potsdam, einer freien Schauspielgruppe, die im gesamten deutschsprachigen Raum gastiert.

Seit 1. November 2016 ist Anita Bader Geschäftsführerin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck (gemeinnützige) GmbH und der Bernburger Theater- und Veranstaltungs- (gemeinnützige) GmbH.

Henriette Schein

Anna, Tochter von Karline und Albert Oberholzer

Die junge deutsche Sopranistin wurde in Bernburg an der Saale geboren und absolvierte 2021 ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Frau Prof. Ilse-Christine Otto in Leipzig. Seit dem Wintersemester 2021 setzt sie ihr Masterstudium im Fach Oper an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Frau Prof. Christiane Libor und Herrn Prof. Stephan Klemm fort.  Henriette Schein war 2020 Finalistin des Bundeswettbewerbs Gesang in Berlin.

Zu ihren bisher größten Engagements zählt unter anderem in der Spielzeit 2019/20 die Rolle des ersten Knaben in „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig. Des Weiteren gastierte sie 2021/22 als Lisa in der Operette „Gräfin Mariza“ sowie als Sklave in der Oper „Salome“ unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Georg Fritzsch am Badischen Staatstheater in Karlsruhe.

In der Spielzeit 2022/23 war sie als Papagena in „Die Zauberflöte“, als Sklave in „Salome“ und als Taumännchen in „Hänsel und Gretel“ am Badischen Staatstheater zu hören. Im Wolfgang-Rihm-Forum in Karlsruhe war sie als Gretel in „Hänsel und Gretel“ zu erleben.

Ab der Spielzeit 2023/24 wird Schein festes Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Außerdem wird sie erneut die Rolle der Papagena am Theater Hof übernehmen.

Neben ihrer Aktivität auf der Opernbühne hegt Henriette Schein ein großes Interesse am Liedgesang und am Konzert. Auch hier ist sie regelmäßig in ganz Deutschland zu erleben. Bereits in der Spielzeit 2016/17 konnte sich das Publikum an der Gesangkunst der jungen Sopranistin erfreuen. Unter anderem in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin (Französische Friedrichstadtkirche) sowie in der Staatskanzlei in Magdeburg.

Undine Dreißig

Kati, die Köchin

Die Mezzosopranistin ist in Eisleben geboren und absolvierte ihr Gesangsstudium in Weimar. Im Jahr 1988 erhielt sie den 2. Preis beim Internationalen Dvořák-Wettbewerb und studierte in der Meisterklasse von Hanne-Lore Kuhse in Berlin. 1989 nach Magdeburg engagiert, interpretierte sie hier fast alle großen Rollen ihres Faches, wie zum Beispiel Fricka („Die Walküre“), Ortrud („Lohengrin“), den Komponisten („Ariadne auf Naxos«), Margarethe („Faust“), Gertrud („Hamlet“), Herodias („Salome“), die Königin von Saba in Karl Goldmarks selten aufgeführter gleichnamiger Oper oder Fenena („Nabucco“), um nur einige zu nennen.  In der Rolle der Amneris („Aida“), nahm Dreißig auch an der „Aida“-Tournee des Theaters Magdeburg nach Japan teil. Zuletzt interpretierte sie in Magdeburg die Küsterin („Jenůfa“), Knusperhexe und Gertrud („Hänsel und Gretel“), Giulietta („Hoffmanns Erzählungen“), Brangäne („Tristan und Isolde“), Lady Macbeth („Macbeth“), Ortrud, Klytämnestra („Elektra“), Brigitta („Die tote Stadt“), Marthe („Faust“), Ježibaba („Rusalka“), Glinda („Der Zauberer von Oz“), Fräulein Schneider („Cabaret“), Herodias und die Rolle der Sara in der Uraufführung von Sidney Corbetts Kammeroper „Die Andere“. Im November 2011 wurde sie von der Landeshauptstadt Magdeburg mit dem Titel „Kammersängerin“ geehrt. Mit Pina Bauschs Tanztheater-Produktion „Iphigenie auf Tauris“ gastierte sie als Göttin Diana in Rio de Janeiro sowie als Iphigenie in Wuppertal und in Hongkong. Weitere Gastierungen führten sie zuletzt als Ježibaba/Fremde Fürstin („Rusalka“), als Frau des Schmieds in Franz Schrekers „Der Schmied von Gent“ (mit CD-Produktion) und als Ortrud an die Oper Chemnitz. Außerdem ist sie auf CD-Produktionen als Charlotte („Werther“) mit dem NDR-Sinfonieorchester sowie mit der Alt-Partie in Mahlers 2. Sinfonie mit der Magdeburgischen Philharmonie zu hören. Darüber hinaus entfaltet sie eine rege Konzerttätigkeit in zahlreichen Konzertreihen und Oratorienkonzerten. In der Spielzeit 2018/2019 stand sie als Fricka („Die Walküre“), Herodias („Salome“) und als alte Baronin in Samuel Barbers „Vanessa“ auf der Bühne. In der Spielzeit 2019/2020 war sie als Kabanicha in Janáčeks Oper „Kátja Kabanová“ sowie erneut als Fürstin Božena Cuddenstein („Gräfin Mariza“) und Golde („Anatevka“) zu erleben.

Hans-Arthur Falkenrath

Fritz Oberholzer

Stefanie Smits

Berta, Ehefrau von Fritz Oberholzer

Die deutsch-niederländische Sopranistin studierte Gesangspädagogik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. Opernklasse und Konzertexamen an der Hochschule für Darstellende Kunst und Musik, Frankfurt am Main. 

1997 war Smits Preisträgerin beim „Maria Callas-Grand Prix“ in Athen. Im selben Jahr engagierte Katharina Thalbach sie als „Donna Anna“ für ihre Operninszenierung des „Don Giovanni“ in Berlin. Im Sommer 1998 sang sie die Titelrolle in Puccinis „Tosca“ an der Norske Opera Oslo und unter der Regie von George Tabori die „Erste Dame“ in der Produktion „Zirkus um Zauberflöte“ im Zirkus Roncalli in Berlin. 

Zwischen 1999 bis 2007 war Stefanie Smits Ensemblemitglied am Landestheater Coburg und Theater Münster.  Beim „Concours International de Chant“ in Toulouse war sie 2000 Finalistin; 2001 erhielt sie den Theaterpreis des Landestheaters Coburg für die Rolle der Elisabeth in „Tannhäuser“ sowie ein Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth. 

Seit 2007 ist Stefanie Smits als freischaffende Künstlerin tätig. Konzerte und Opernengagements führten sie unter anderem an die Philharmonie Köln, das Konzerthaus Dortmund, das Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, das Staatstheater am Gärnterplatz München, das Volkstheater Rostock, die Musikalische Komödie Leipzig und ans Nationaltheater Mannheim. Musikalisch arbeitete Smits auch mit René Kollo, Hans Sotin und Wolfgang Brendel zusammen. Die in Leipzig lebende Sängerin gab Meisterkurse in Japan und ist Dozentin für Gesang an der TU Dortmund, der BTU Cottbus/Senftenberg und der Schola Cantorum in Leipzig.

Andreas Petzoldt

Gustav Oberholzer

Andreas Petzoldt wurde 1980 in Leipzig geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Ab 2001 studierte er Gesang an der Dresdner Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ bei Prof. Hartmut Zabel. Er verfügt über ein umfangreiches Repertoire von Werken des Barock, der Klassik bis hin zur Moderne. Sein besonderes Interesse gilt dem Schaffen Johann Sebastian Bachs (Kantaten, Oratorien und Passionen) und der Oper. Als Solist wirkte er unter anderem mit beim Lausitzer Opernsommer 2004 (Haydn: „L’infedeltà delusa“) und 2006 (Mozart: „La finta semplice“), in der Hochschulinszenierung „Der Besuch der alten Dame“ von Gottfried von Einem, in der Inszenierung der Semperoper in der kleinen szene „Wir sind Daheim“ von Moritz Eggert, in „Der Jahrmarkt“ von Georg Benda im Rahmen des Montafoner Sommers 2008, als Gast in den Inszenierungen der Landesbühne Sachsen „Der Bettelstudent“ und „Spuk im Händelhaus“, in vielen Bachkantaten, in den gängigen Oratorien von Bach, Haydn, Händel, Mendelssohn etc., sowie erneut in Projekten der Singakademie Dresden unter der Leitung von Prof. Ekkehard Klemm.

Im vergangenen Sommer sang er die Rolle des Peter Iwanow in „Zar und Zimmermann“ und in Monteverdis „Orfeo“ bei den Bad Hersfelder Sommerfestspielen. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Österreich, Polen, Tschechien und Rumänien. In der kleinen szene war er im Mai letzten Jahres in der zeitgenössischen Uraufführung „Memento“ von Manos Tsangaris zu hören. Seit September 2008 ist er festes Mitglied im Ensemble der Landesbühnen Sachsen.

Astrid von Feder

Paula, Ehefrau von Gustav Oberholzer

Die gelernte Krankenschwester Astrid von Feder studierte nach ihrer Ausbildung Gesang an der Hochschule für Musik in Weimar und im Anschluss an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Nach Ihrem Festengagement am Schleswig-Holsteinischen Landestheater führten sie freiberufliche Engagements unter anderem an die Theater Braunschweig, Lübeck, Koblenz, Mannheim. Sie wirkte außerdem bei den Eutiner und Bad Hersfelder Festspielen mit. Die Rolle der Carmen führte sie auf Tourneen nach Mexiko, Kiew, Amsterdam usw. Auch im Konzertbereich ist Astrid von Feder immer wieder tätig. Ein Höhepunkt hier war das Verdi Requiem in der Thomaskirche in Leipzig.
Mit dem Hochschulorchester Flensburg brachte sie u.a. die „Kindertotenlieder“ von Mahler, „Isoldes Liebestod“ von Wagner und die Rolle der Sprecherin in der Uraufführung von Jeffrey Chings „Broken Madrigals“ (Version für Streichorchester) zu Gehör. Ihr Debüt auf der Freilichtbühne Bierer Berg gab Astrid von Feder als Peronella in „Boccaccio“ (23. Schönebecker Operettensommer; 2019). 

Jörg Sändig

Heinrich Oberholzer

Jörg Sändig studierte an der Musikhochschule Karlsruhe Gesang und Oper und am Konservatorium der Stadt Wien Lied und Oratorium. Von hier ging er 1999, nach Konzert- und Opernengagements, u. a. im Wiener Musikvereinssaal und an der Wiener Kammeroper, ins Engagement an das Südostbayerische Landestheater in Passau.

Von 2002 bis 2012 war er Ensemblemitglied am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg. Hier sang er viele Rollen des Opern-, Operetten-, und Musicalrepertoires wie zum Beispiel E. Onegin, Wolfram (Der Tannhäuser), Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Don Giovanni, G. Germont (La traviata), Eisenstein (Die Fledermaus) und den Zar (Zar und Zimmermann).
Seit Oktober 2012 ist er als 1.Bass im Chor am Theater Bremen engagiert, wo er auch kleinere Solopartien übernimmt. Daneben ist er in Konzerten und Liederabenden zu hören.

Das Publikum kann sich auf ein Wiedersehen freuen, denn auch Jörg Sändig konnte man 2019 in „Boccaccio“ von Franz von Suppé als Colporteur/Majordomus erleben.

Yvonne Friedli

Lisa, Ehefrau von Heinrich Oberholzer

Die Schweizer Sopranistin studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Norma Sharp und Thomas Quasthoff.  Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Konwitschny und Irvin Cage vervollständigen ihre Ausbildung. Seit dem erfolgreichen Engagement am Landestheater Neustrelitz erweitert sie kontinuierlich ihr Partienspektrum bei Kirsten Schötteldreier (Amsterdam/Niederlande) und Byron Knutson (Berlin) mit den anspruchsvollen Partien des jugendlich-dramatischen Fachs (u.a. Elsa „Lohengrin“, Mariza „Gräfin Mariza“, Rosalinde „Fledermaus“, R. Strauss „Salome“).

Parallel dazu tritt sie regelmäßig als Konzert- und Oratoriensängerin an repräsentativen Orten (Zürich, Berlin, Oxford, Wien) auf. Liederabende (R. Strauss, Mendelssohn, Schubert, Brahms, Hindemith)vervollständigen das umfangreiche Repertoire der Künstlerin.

Bei Neos Music erschienen 2022 eine CD mit Liedern des Amberger Komponisten H. E. Erwin Walter und bei Coviello Classics „Das Marienleben“ von Paul Hindemith.

Unmittelbar vor diesem Engagement errang sie durch ein spektakuläres Einspringen mit der Partie der Sophie Charlotte bei der Uraufführung von Harders gleichnamiger Oper am Landestheater Neustrelitz deutschlandweit mediale positive Resonanz.

Ihre Operettenkariere begann sie als Stasi in der „Csardasfürstin“ in Bad Ischl (Österreich). Als lustige Witwe („Es ist mein Rollendebüt.“) gab Yvonne Friedli ein sehr erfolgreiches Debüt beim 24. Schönebecker Operettensommer.

Alexander Klinger

Alexander Obolski

Der männliche Dauerbrenner beim Schönebecker Operettensommer und bei (Faschings-)Konzerten mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie heißt Alexander Klinger. Der gebürtige Wiener studierte Gesang am Konservatorium der österreichischen Hauptstadt und setzte seinen Schwerpunkt auf Oper und Operette. Engagements führten ihn unter anderem an das Bayerische Schauspielhaus München und Wiener Volkstheater, ins Radio Kulturhaus des ORF, an die „Alte Oper“ in Frankfurt/Main und das Landestheater Salzburg. Auf Tourneen durch Europa und Japan reüssierte er u.a.  in „Wiener Blut“, „Die lustige Witwe“, „Der Opernball“ und „Die Fledermaus“. Viele Jahre lang war Alexander Klinger mit verschiedenen Operetten- und Wiener-Lieder-Programmen regelmäßig auf der MS Europa zu hören. Seit 2007 zeichnet sich der Tenor gemeinsam mit dem Salonorchester Vindobona für den Opernball auf einem Kreuzfahrtschiff  verantwortlich. Mit dem Ein-Personen-Stück „Der Ring der nie gelungen“ von Richard Wagner feierte vor zwei Jahren eine vielbeachtete Uraufführung in Wien. Beim Schönebecker Operettensommer ist er mittlerweile schon zu einer fixen Größe geworden und diesem in tiefer Freundschaft verbunden.

Miriam Sabba

Iduna Ehefrau von Alexander Obolski

Die deutsch-marokkanische Sängerin wurde in Wuppertal geboren und erhielt den ersten Gesangsunterricht in ihrer Heimatstadt bei der Opernsängerin Dora Brockmann. 2001 nahm sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Frau Prof. Barbara Schlick auf, welches sie 2008 erfolgreich mit dem Konzertexamen abschloss. Ihre Studien erweiterte sie durch Meisterkurse, unter anderem bei der Kammersängerin Brigitte Fassbaender. Weitere Impulse erhielt sie durch Renate Biskup in Dresden. 2004 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Wuppertal. Seit Januar 2017 ist sie in der Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Grigori Frid zu sehen. Seit August desgleichen Jahres arbeitet die Sängerin als freischaffende Künstlerin. Ihr Repertoire reicht von Monteverdi bis zur Moderne; aber auch im Konzertfach fühlt sich Miriam Sabba sehr zu Hause.

Jacob Romero Kressin

Robert, der Gärtner

Der kalifornische Tenor erhielt seine Ausbildung zunächst bei Francisco Crespo und studierte später bei Berthold Schmid an der Musikhochschule in Leipzig sowie bei Christiane Libor und Stephan Klemm an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Früh gefördert wurde er von seinem Großvater, dem spanischen Gitarristen Pepe Romero, und ausgezeichnet mit dem 1. Preis beim NATSAA-Wettbewerb (National Association of Teachers of Singing Artist Awards) in San Diego. Bereits im Alter von 19 Jahren sang Jacob Romero Kressin an der Opera de Granada, in Hochschulproduktionen in Deutschland war er u. a. als Florian Ducroquet in Jacques Offenbachs „Ein Ehemann vor der Tür“ unter der Regie von Ansgar Weigner zu erleben. Zudem eröffnete er 2020 das Beethoven-Jahr in der Leipziger Musikhochschule unter der Musikalischen Leitung von Matthias Foremny. 2019/2020 gab er sein Debüt als Jäger in „Rusalka“ an der Oper Leipzig. 2020/2021 stand er dort als Diener in „Capriccio“ und Hirte in der Uraufführung „Paradiese“ von Gerd Kühr unter der Musikalischen Leitung von Ulf Schirmer auf der Bühne. 2021/2022 gastierte er als Arturo und Normanno in „Lucia di Lammermoor“ am Allee-Theater Hamburg. Ab der kommenden Spielzeit 2023/24 wird Jacob Romero Kressin Mitglied des Opernstudios am Gärtnerplatztheater in München.

Alexander Semenchukov

der Clown

Der im weißrussischen Witebks geborene Tänzer ist in unserer Region wahrlich kein Unbekannter mehr – spätestens nach seinem Einsatz als Grisette beim 24. Schönebecker Operettensommer.

Der Inhaber einer Tanzschule stand von 1995 bis 2003 – in der Ära der Ballettdirektorin Irene Schneider – als Solotänzer am Theater der Landeshauptstadt in Magdeburg auf der Bühne. Bereits seit 1998 schuf Semenchukov eigene Choreografien am Theater Magdeburg für Operetten, Opern und Ballettgalas.

Alexander Semenchukov absolvierte seine Balletttänzer-Ausbildung zwischen 1975 und 1980 an der Staatlichen Ballettschule Minsk. Danach arbeitete der bis 1995 als Solotänzer in St. Petersburg und übernahm verschiedene Hauptrollen in „Schwanensee“, „Der Nussknacker“, „Giselle“, „Don Quichotte“ und vielen anderen.

Den Abschluss des Diplom-Choreografen erlangte er von 2000 bis 2004 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin bei Prof. Dietmar Seyffert. Seit 2012 unterrichtet er gemeinsam mit seiner Ehefrau nach der weltberühmten Waganowa-Methode in der eigenen Ballettschule.